Allgemeines

Geschrieben von Dieter Kahl. Veröffentlicht in Uncategorised

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Der Botanische Garten Solingen wurde am 7. September 1963 eröffnet. Gartenamtsdirektor Heinrich Walbert errichtete den Botanischen Garten auf dem Erweiterungsgelände des alten Evangelischen Friedhofes des Stadtteils Solingen-Wald am Vogelsang. Die damalige Fläche des Gartens betrug 40.605 qm und sollte mit der Gärtnerei zusammen zu einer Gartenfachschule ausgebaut werden. Walbert wohnte im Haus Vogelsang 2, der jetzigen Biologischen Station.

Später kamen dann noch die Schauhäuser mit 826 qm und im Jahr 2001 der alte Friedhof mit 20.088 qm hinzu, so dass der Botanische Garten heute eine Fläche von 61.519 qm umfasst. 2005 wurde der Botanische Garten durch einen neuen Eingang mit der „Korkenzieher Trasse“ verbunden und verfügt somit heute über vier Eingänge.
Der jetzige Haupteingang war früher der Eingang zum Friedhof, hatte einen gotischen Torbogen und die Mauer war damals doppelt so hoch. Während eines Urlaubs Walberts wurde die Mauer gegen seinen Willen zum Teil abgebrochen und der Torbogen entfernt, damit größere Fahrzeuge in die Anlage fahren konnten. Zum Botanischen Garten gelangte man durch ein separates Tor, welches sich immer noch, wenn auch zugewachsen, hinter den Sponsorentafeln befindet.

Auf dem alten Friedhofsgelände sucht man eine Kapelle vergebens, dass liegt daran, dass nach der Städtevereinigung 1929 der Kommunalfriedhof Gräfrath ausgebaut wurde und somit die Erweiterungsfläche, der jetzige Bot. Garten, nicht mehr benötigt wurde. Die Kapelle bzw. Begräbnishalle sollte dort stehen wo jetzt die Sponsorentafeln sind. Wegen der besonderen Architektur wurde der Bot. Garten und das Tropenhaus im Juni 2011 unter Denkmalschutz gestellt, da u.a. die Wegeplanung noch aus der Zeit der Friedhoferweiterung stammt.

Der Standort zeichnet sich aus durch seine Südwest-Hanglage mit fruchtbarem Lösslehm-Boden und den für unsere Region typischen hohen Niederschlagsmengen von über 1000 mm pro Jahr.

Da hier Pflanzengesellschaften verschiedener Standorte von den alpinen Höhenlagen bis zu den sumpfigen Niederungen, vom schattigen Wald- und Waldrand bis hin zur trocken-sonnigen Steppe gezeigt werden, bedeutet dies, dass die jeweiligen Pflanzflächen den Ansprüchen der gezeigten Pflanzen entsprechend angepasst werden mussten.

Text: Matthias Nitsche